Hallo zusammen,
Auch für den Monat Juli geben wir wieder ein Update zu den uns gemeldeten respiratorischen und gastrointestinalen Erregern. Insgesamt erreichten uns im Juli 71172 Eingaben zu den respiratorischen und 17428 Eingaben zu gastroenterologischen Erregern.
Bei den respiratorischen Viren zeigen sich RSV und HMPV nur noch vereinzelt und auch Influenzanachweise bewegen sich derzeit lediglich im niedrigen zweistelligen Bereich. Gerade bei Influenza wäre es hier spannend zu wissen, ob es sich um inländische Infektionen oder Reiserückkehrer handelt. SARS-CoV-2 hingegen wurde mit n=259 Nachweisen häufiger gemeldet als im Juni – ob dies den Beginn eines Anstiegs darstellt, bleibt offen. Auch bleibt die Frage offen, ob es sich hauptsächlich um Erstnachweise, oder wiederholte Testungen bei prolongierten Verläufen handelt. Die saisonalen Coronaviren treten im Vergleich dazu weiterhin nur vereinzelt und ohne erkennbare Tendenz auf.
Am häufigsten nachgewiesen wurden nach wie vor Rhino-/Enteroviren (n=404) und Parainfluenzaviren (n=274).

Bei den bakteriellen Erregern ist nach einem Rückgang im Juni nun wieder ein Anstieg der Nachweise von Streptococcus pneumoniae zu verzeichnen (n=428). Dagegen sind die Meldungen zu Haemophilus Influenza mit n=70 leicht zurückgegangen. Die weiteren Erreger bewegen sich auf einem konstant niedrigen Niveau.

Die Meldungen zu Virusnachweisen im Zusammenhang mit Gastroenteritiden blieben im Juli stabil – sowohl in ihrer Gesamtzahl als auch im Verhältnis zueinander. Noroviren, Rotaviren und Adenoviren dominieren weiterhin das Bild mit 77, 56 und 22 Nachweisen.
Bei den bakteriellen Erregern liegt Clostridium difficile nach wie vor an erster Stelle. Der bereits im Juni beobachtete leichte Anstieg setzte sich auch im Juli fort: Mit 47 gemeldeten Nachweisen ist die Zahl erneut gestiegen (zum Vergleich: Mai 21, Juni 37). Auf dem zweiten Platz folgt weiterhin Shiga-like Toxin produzierendes E. coli (STEC) mit 32 Nachweisen.
