19.12.2025, Chikungunya, Dengue, Update, Kuba

Kuba erlebt derzeit die schwerste Krise durch Arboviren seit Jahrzehnten. Medienberichten zufolge, die sich auf Angaben von Gesundheitsbehörden berufen, verzeichnete Kuba bis zum 17. Dezember 2025 bislang 52 Todesfälle durch Arbovirus-Infektionen, davon 34 durch Chikungunya- und 18 durch Dengue-Fieber. Die meisten Todesfälle und schweren Krankheitsverläufe traten bei Personen unter 18 Jahren auf. Bezüglich Chikungunya-Fieber wurden in Kuba 47.003 Fälle registriert, was einen Anstieg gegenüber dem letzten BEACON-Bericht vom 10. Dezember 2025 darstellt. Am 17. Dezember 2025 befanden sich noch 36 Patienten auf Intensivstationen, 24 davon in ernstem Zustand, darunter 19 Patienten unter 18 Jahren. Insgesamt 12 Patienten befanden sich in kritischem Zustand, die meisten von ihnen ebenfalls unter 18 Jahren. Dengue- und Chikungunya-Viren zirkulieren gleichzeitig in mehreren Provinzen Kubas, wobei Havanna, Matanzas und Santiago de Cuba die höchsten Fallzahlen berichten. Gesundheitseinrichtungen berichten von Engpässen bei Diagnostika, Medikamenten, Schmerzmitteln und medizinischem Grundbedarf. Den Berichten zufolge sind Patienten auf die Hilfe von Familienangehörigen angewiesen. Das kubanische Gesundheitsministerium räumt ein, dass die offiziellen Zahlen das tatsächliche Ausmaß des Ausbruchs wahrscheinlich unterschätzen, da Ressourcenmangel Betroffene mit Symptomen davon abhalten könnte, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Quelle: https://beaconbio.org/en/report/?reportid=c57efc8c-99ef-47dc-9e02-5e97cc94bb76&eventid=12756ef0-f329-4e6c-b73d-38d1f66d5cca