08.05.2026, Hanta-Virus, Update, Uruguay, Kreuzfahrtschiff MV Hondius
Das Gesundheitsministerium von Uruguay berichtet, dass es über die in den Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV 2005) vorgesehenen Mechanismen der internationalen Zusammenarbeit eine Mitteilung von der nationalen Kontaktstelle Argentiniens erhalten hat. Diese betrifft zwei Personen, die mit einem auf einem internationalen Kreuzfahrtschiff festgestellten Hanta-Virus-Ausbruch in Verbindung stehen und im Laufe des Monats März zuvor das uruguayische Hoheitsgebiet durchreist hatten. Den von internationalen Gesundheitsbehörden übermittelten Informationen zufolge bereisten beide Personen Südamerika, bevor sie das Kreuzfahrtschiff bestiegen, und hielten sich zwischen dem 13. und 27. März in Uruguay auf. Bislang wurden in Uruguay keine Verdachts- oder bestätigten Fälle identifiziert, die mit dieser Situation in Zusammenhang stehen. Quelle: Outbreak News Today
07.05.2026, Hanta-Virus, Update, Chile, Kreuzfahrtschiff MV Hondius
Heute gab das chilenische Gesundheitsministerium folgende Erklärung ab: In Bezug auf das Kreuzfahrtschiff, das am 1. April von Argentinien aus ablegte, teilt das Gesundheitsministerium mit, dass dessen Nationale Kontaktstelle, im Einklang mit den geltenden internationalen Protokollen und im Rahmen der Internationalen Gesundheitsvorschriften, bereits zusätzliche Informationen bei der Weltgesundheitsorganisation angefordert hat und zudem in Kontakt mit der argentinischen Kontaktstelle steht. Die als Primärinfektionen gemeldeten Fälle durchquerten Chile zu einem Zeitpunkt, der außerhalb der Inkubationszeit lag; folglich dürfte eine Exposition gegenüber dem Virus in Chile nicht stattgefunden haben. In Chile ist das Andes-Virus der einzige bestätigte Erreger von Hanta-Virus-Infektionen bei Menschen. Sein Reservoir ist die Langschwanzmaus, eine Art, die zwischen den Regionen Atacama und Magallanes vorkommt. Quelle: Outbreak News Today
07.05.2026, Hanta-Virus, Update, Kreuzfahrtschiff MV Hondius
Die WHO berichtete am 7. Mai 2026, dass im Rahmen des Ausbruchs des Andes-Hanta-Virus, der mit einem von Argentinien ausgehenden Expeditionskreuzfahrtschiff in Verbindung steht, bislang acht Fälle gemeldet wurden, darunter drei Todesfälle. Fünf der acht Fälle wurden bestätigt. Am 6. Mai wurden drei Passagiere des Kreuzfahrtschiffs aus medizinischen Gründen in die Niederlande und nach Deutschland evakuiert; hierzu zählten zwei symptomatische Fälle sowie eine Kontaktperson. Zu den bislang bestätigten Fällen zählen ein britischer Passagier, der nach Johannesburg evakuiert wurde und sich dort weiterhin in medizinischer Behandlung befindet; eine niederländische Staatsbürgerin, die in Johannesburg verstarb, während sie sich auf der Rückreise in die Niederlande befand; ein Mann, der das Schiff auf St. Helena verließ und in die Schweiz zurückkehrte, wo er Symptome entwickelte und positiv getestet wurde; sowie zwei weitere Kreuzfahrtpassagiere, die am 6. Mai in die Niederlande evakuiert wurden, darunter der Schiffsarzt, der einige der symptomatischen Patienten betreut hatte.
Airlink-Flug 4Z 132 von der Insel St. Helena nach Johannesburg am 25. April 2026
Die Kontaktverfolgung bei 82 Passagieren und 6 Besatzungsmitgliedern dauert an. Ein französischer Staatsbürger steht derzeit in Frankreich unter medizinischer Beobachtung, nachdem er denselben Flug wie ein Passagier genutzt hatte, der mit einem Hanta-Virus-Fall in Verbindung gebracht wird; dies teilten die französischen Behörden am Mittwoch (06. Mai 2026) mit.
KLM-Flug von Johannesburg nach Amsterdam am 25. April 2026
Der Städtische Gesundheitsdienst Kennemerland in den Niederlanden führt derzeit eine Kontaktverfolgung an Bord eines Flugzeugs durch. Dies betrifft einen KLM-Flug von Johannesburg nach Amsterdam vom 25. April, den jene niederländische Frau, die später verstarb, kurzzeitig betreten hatte. Sie verließ das Flugzeug wieder, da ihr Zustand als zu schlecht für den zwölfstündigen Flug eingeschätzt wurde. Die Gesundheitsbehörde berichtet, sie habe etwa 50 Passagiere identifiziert, die in derselben Reihe wie die niederländische Frau sowie in den beiden Reihen davor und dahinter saßen. Fünf Passagiere, darunter auch Flugbegleiter, wurden als Personen eingestuft, die „intensiven Kontakt“ zu der Frau hatten. Mit Stand vom 07. Mai 2026 hatten drei Personen an Bord des Fluges Symptome entwickelt. Zwei von ihnen wurden negativ auf das Hanta-Virus getestet; das Ergebnis des dritten Tests steht noch aus. Der Städtische Gesundheitsdienst überwacht diese Personen weiterhin.
Passagiere, die das Schiff vorzeitig verließen
Rund dreißig Passagiere (aus ca. 12 Nationen) sollen die MV Hondius Berichten zufolge auf St. Helena zeitgleich mit dem niederländischen Ehepaar verlassen haben. Von diesen stehen mindestens sieben US-amerikanische Passagiere unter gesundheitlicher Beobachtung der Behörden, darunter zwei Personen in Georgia, zwei in Texas, eine in Virginia, eine in Arizona sowie eine nicht näher bezifferte Anzahl von mehr als einer Person in Kalifornien. Zwei Passagiere befinden sich nach Angaben der britischen Gesundheitsbehörde (UK Health Security Agency) im Vereinigten Königreich in Selbstquarantäne. Die UKHSA empfiehlt für exponierte britische Passagiere eine Quarantänedauer von 45 Tagen. Zwei in Singapur ansässige Passagiere (männlich, 65 und 67 Jahre alt) befinden sich bis zum Vorliegen der Testergebnisse im National Centre for Infectious Diseases (NCID) in Isolation; das Risiko für die Öffentlichkeit wird als gering eingeschätzt. Das Gesundheitsprotokoll Singapurs sieht für negativ getestete Personen eine 30-tägige Quarantäne vor, gefolgt von einer telefonischen Überwachung bis zum 45. Tag sowie einer erneuten Testung vor der Entlassung. Quelle: https://beaconbio.org/en/report/?reportid=cbfdcca8-f16a-4a5d-91d3-dd52a8a728d5&eventid=5fd6edf4-ca36-4761-8dc8-cb8632a43977
