Im Jahr 2025 verzeichnete Kontinentaleuropa eine auffallend hohe Anzahl lokal erworbener Chikungunya-Fälle, vor allem in Frankreich und Italien. Die Chikungunya-Ausbrüche im Jahr 2025 verdeutlichen das wachsende Gesundheitsrisiko durch von Mücken übertragene Krankheiten für Einwohner und Besucher Europas. Die Fallzahlen in 2025 stellen einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren dar, bedingt durch das Vorkommen der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) als Überträger und günstige Sommerbedingungen. Laut dem saisonalen Überwachungsbericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) wurden bis zum 31. Dezember 2025 insgesamt 788 Fälle in Frankreich und 384 Fälle in Italien gemeldet, alle lokal erworben. Bis zum 8. Januar 2026 wurden keine neuen Fälle gemeldet, und alle Cluster in beiden Ländern gelten als abgeschlossen. Das ECDC kommt zu dem Schluss, dass bis zum Einsetzen der wärmeren Frühlings- oder Sommermonate nur ein minimales Risiko besteht, solange sich die Wetterbedingungen nicht ändern. Anfang 2026 waren in der Europäischen Union zwei Chikungunya-Impfstoffe zugelassen: IXCHIQ, ein Lebendimpfstoff mit einer Einzeldosis, der im Juni 2024 zugelassen wurde, und VIMKUNYA, ein nicht-lebender Impfstoff mit virusähnlichen Partikeln, der im Februar 2025 zugelassen wurde. Beide Impfstoffe schützen vor dem Virus, wobei VIMKUNYA eine Alternative für Personen darstellt, die für Lebendimpfstoffe nicht geeignet sind. Die Verfügbarkeit der Impfstoffe variiert je nach Mitgliedstaat. Reisenden in Endemiegebiete in Frankreich und Italien wird die Impfung generell empfohlen. Laut ECDC sind diese Impfstoffe angesichts der zunehmenden Verbreitung von Stechmücken als Überträger des Chikungunya-Virus in Europa ein wichtiges Instrument zur Verhinderung künftiger Ausbrüche. Quelle: Europe’s Winter Ends Chikungunya Outbreaks — Vax-Before-Travel, ECDC
