16.05.2026, Ebola, Update, Demokratische Republik Kongo (DRC)

Nach Angaben der WHO ist die Zahl der Todesfälle von 65 auf 80 angestiegen (laut Berichten aus China liegt die Zahl der Verdachtsfälle bei 336 und die Zahl der Todesfälle bei 86. Quelle: healthmap.org). Die Weltgesundheitsorganisation hat wegen des Ebola-Ausbruchs in der DRC und des importierten Falls in Uganda einen »internationalen Gesundheitsnotstand« ausgerufen. Damit sollen Nachbarländer in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und Unterstützung der internationalen Gemeinschaft mobilisiert werden, wie die WHO mitteilte. Der Ebola-Ausbruch ist auf den Virusstamm „Bundibugyo“ zurückzuführen, gegen den es aktuell noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Nach Angaben der WHO und des kongolesischen Gesundheitsministeriums gab es bis Samstag in der kongolesischen Provinz Ituri im Nordosten des Landes 80 Todesfälle, bei denen es einen Verdacht auf die Bundibugyo-Variante gibt. Bei acht Toten sei das Ebola-Virus im Labor bestätigt worden. Auch aus der weit entfernten Hauptstadt Kinshasa haben Behörden inzwischen einen Verdachtsfall gemeldet. Der steigende Trend von Verdachts- und Todesfällen weise darauf hin, dass der Ausbruch möglicherweise viel größer ist als bislang entdeckt und berichtet, teilte die WHO mit. Deshalb bestehe ein beträchtliches Risiko für eine Ausbreitung des Virus. Die Provinz Ituri grenzt auch an den Südsudan. Zusätzlich habe man es in dem am meisten betroffenen Gebiet mit einer fragilen Sicherheitslage, einer humanitären Krise und starken Bevölkerungsbewegungen zu tun. Da es zudem keinen Impfstoff gegen den Bundibugyo-Stamm gebe, handle es sich um ein „außergewöhnliches Ereignis“. Laut der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC hat es nur zweimal zuvor Ausbrüche der Bundibugyo-Variante gegeben: im Jahr 2007 in Uganda mit 37 Toten sowie 2012 im Kongo mit 29 Toten. Quelle: https://beaconbio.org/en/report/?reportid=b9e4fcba-4219-4a4f-927d-f91d1fd33b5a&eventid=bc2748bc-fa2f-4aad-894b-919de2e1052f