Liebe Alle,
anbei findet ihr unser aktuelles Update für den Monat April für Einsendungen respiratorischer Erreger als auch Erreger einer Gastroenteritis.
Zunächst wieder einmal ein großes DANKE an alle Einsender, wir haben wieder sehr viele Eingaben erhalten. 75.299 im respiratorischen Netzwerk und 17.844 im GastroNet. Vor allem im GastroNet haben wir uns zum Vormonat wieder mit den Eingaben gesteigert, was uns sehr freut!
Die Influenza-Saison darf man wohl offiziell als beendet erklären. RSV hingegen leider noch gar nicht, war es doch das am häufigsten in der Datenbank eingegebene Virus mit n= 412. Im Anschluss folgt unser Dauerbrenner: Rhinovirus (n=301). Nimmt man hier die Gesamtzahl an Rhinoviren und nicht differenzierten Rhinoviren/Enteroviren dann kommt man zwar auf eine höhere Zahl (n=417), als bei RSV, aber nur ganz ganz knapp 😊 Auf dem dritten Rang dominieren die humanen Metapneumoviren (n=200). Diese Viren haben auch auf der ESCMID in den Vorträgen dominiert. Steht doch vielleicht auch hier „bald“ eine Impfung vor der Tür, die uns die lästigen Viren, weniger lästig machen würde? Zu diskutieren wäre auch, ob die Dunkelziffer für hMPV nicht höher liegt, erfassen doch die meisten (POCT)-Tests nur Flu-A/-B, SARS-Cov-2 und RSV. Es bleibt abzuwarten, ob wir im nächsten Winter wieder eine hMPV Welle bekommen.

Bei den bakteriellen Atemwegserregern liegt unser Dauerbrenner Streptococcus pneumoniae (n=423) weiterhin auf Platz 1 und konkurriert hier sogar stark mit RSV. Auf Platz zwei der Bakterien residiert Bordetella parapertussis (n=189). Mit deutlichem Abstand dahinter liegt an dritter Stelle Haemophilus influenzae (n=73). Wir sehen hier zwar keinen Unterschied in der Plätze Verteilung im Vergleich zum Vormonat, jedoch eine deutliche Abnahme der Eingabezahlen.

Bei den Erregern der Gastroenteritis haben, wie üblich zu dieser Jahreszeit, noch die Noroviren die Nase vorn (n=176). Es folgen die Sapoviren (n=47) und Platz drei teilen sich die Astro- und Rotaviren (n= 34 bzw. n=33).
Betrachtet man hingegen die bakteriellen Erreger, so haben wie schon seit längerer Zeit, die Clostridien den 1. Platz inne (n=32). Alle anderen bakteriellen Erreger sind hier weitestgehend zu vernachlässigen.

Soweit so viel zu den aktuellen Zahlen aus April. Mal sehen ob die regnerischen Tage im Mai uns nochmal ein paar höhere Eingaben verzeichnen lassen oder wir uns langsam aber sicher in die „Sommerpause“ bewegen.
Herzliche Grüße,
Christiane Prifert, Barbara Gärtner, Inga Tometten, Kerstin Knies, Nils Bardeck und Rolf Kaiser
