17.08.2026, Ebola, Update, Demokratische Republik Kongo (DRC), aktuelle Informationen

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Demokratischen Republik Kongo (DRC) wurden in den vergangenen 24 Stunden 101 neue bestätigte Ebola-Fälle aus den Provinzen Ituri (89 Fälle), Nord-Kivu (8 Fälle), Haut-Uélé (3) und Tshopo (1) sowie 33 Todesfälle in der Bevölkerung gemeldet. Zudem wurden 20 bestätigte Todesfälle in Ebola-Behandlungszentren (ETCs) berichtet, 17 in Ituri und 3 in Nord-Kivu, wodurch die Gesamtzahl der Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden auf 53 anstieg. Vom Beginn der Epidemie bis zum 15. August 2026 verzeichnete die Demokratische Republik Kongo insgesamt 4.945 bestätigte Fälle, darunter 2.325 Todesfälle; dies entspricht einer Fallsterblichkeitsrate von 47,0 %. Ituri bleibt das Epizentrum der Epidemie und verzeichnet 84,8 % der kumulierten bestätigten Fälle. Insgesamt sind seit Beginn der Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo 55 der 151 Gesundheitszonen in den sechs Provinzen betroffen. Drei Monate nach der Ausrufung des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo hat sich die Epidemie nach Angaben der Africa CDC schlimmer entwickelt, als selbst in den düstersten Prognosen erwartet worden war. Dieser Ausbruch zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Ausbreitungsgeschwindigkeit, eine verheerende Sterblichkeit und eine beispiellose geografische Ausdehnung aus. Die Demokratische Republik Kongo (DRC) war bereits 17-mal mit Ebola konfrontiert, doch noch nie zuvor hat das Land einen Ausbruch erlebt, der sich mit einer solchen Geschwindigkeit und in einem solchen Ausmaß ausgebreitet hat. Innerhalb von nur zwölf Wochen hat der aktuelle Ausbruch bereits die Gesamtzahl der Fälle und Todesopfer des Ebola-Ausbruchs von 2018 bis 2020 im Osten der DRC übertroffen. Der aktuelle Ausbruch ist jetzt bereits der tödlichste Ebola-Ausbruch in der Geschichte der DRC und der am schnellsten voranschreitende, der je berichtet wurde. Bei einer Letalitätsrate von annähernd 50 % fordert er derzeit etwa alle 30 Minuten ein Todesopfer. Sollte der Verlauf nicht gestoppt werden, droht er zum weltweit tödlichsten Ebola-Ausbruch zu werden, der je dokumentiert wurde. Quelle: Outbreak News Today